April 2019

Liebe Pfarrgemeinde!

Jedes Fest braucht Vorbereitung. Wir kennen das von unseren Festen und anderen Veranstaltungen. Im Nachhinein wird dann kritisiert oder, wenn gelungen, gelobt. Wenn es um Ostern geht, wissen viele Menschen nicht mehr, was der Grund des Feierns ist. Dieses Fest scheint abgeflacht zu sein in der Wahrnehmung als höchstes Fest des christlichen Glaubens. Unsere Vorbereitung dauert vierzig Tage – die österliche Bußzeit.

Die Liturgien der Karwoche laden uns in besonderer Weise ein, mit Jesus den Weg zu gehen. Der Gründonnerstag war in frühen Zeiten der Tag der Wiedereingliederung der Büßer, die am Aschermittwoch das Büßergewand angelegt bekommen haben und mit Asche bestreut wurden. An diesem Tag wurde auch streng gefastet und normalerweise ein eingelegter saurer Hering gegessen, daraus entwickelte sich der Heringsschmaus, der so gar nicht passend ist, schon gar nicht in der Faschingszeit.

Die heiligen drei Tage vor dem Fest der Auferstehung zeigen die bitteren Stunden Jesu auf – sein Leiden und Sterben. Die Nacht der Nächte ist für uns Christen die Osternacht – die Feier der Auferstehung. Daraus entwickelte sich der Sonntag, an dem sich die Christen der frühen Kirche versammelten, um dieses heilsgeschichtlichen Ereignisses zu gedenken.

„Sine domenico non possumus“!
Ohne Sonntag können wir nicht leben,
so formulierten die Christen der ersten Generationen.

Von daher entwickelte sich die Liturgie der Sonntage.

Ich meine, wenn wir uns als Christen am Sonntag versammeln, um das Opfer Christi zu feiern, sollten wir uns dessen eingedenk sein, dass die Fastenzeit und die Kartage der Ursprung des Osterfestes sind. Also: Auf die Vorbereitung kommt es an, so dass wir Ostern in rechter Weise begehen und auch daraus leben können.

Die 50 Tage bis Pfingsten sind die Zeit der christlichen Freude über die Auferstehung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern Gott selber, der das Leben will. Die Sendung des Heiligen Geistes ist nicht Abschluss, sondern das Werden und Leben der Kirche.

Ich wünsche allen ein gesegnetes Osterfest.

P. Albin Scheuch

Pfarrmoderator

Aus dem Pfarrgemeinderat April 2019

Unter Gottesdienste werden unterschiedlichste Formen verstanden, bei denen Kontakt zu Gott aufgenommen und diese Beziehung intensiviert wird. Das muss nicht ausschließlich eine Hl. Messe sein, sondern kann auch in Form einer Andacht, einer Anbetung oder einer Prozession sein. Eine spezielle Art wurde letzten Monat in Wasenbruck gefeiert, der sogenannte Pop Prayer, bei dem die Anwesenden über Pop Lieder ins gemeinsame Gebet kamen. Wie sehr neue Formen das Interesse wecken und damit auch ein Kirchenbesuch verbunden ist, zeigte die übervolle Kirche. An der Gestaltung des Gottesdienstes nahmen aus Mannersdorf der Chor der Musikschule und ein Gitarrenensemble teil. Ein wesentliches Element war die Vorstellung der diesjährigen Firmkandidatinnen und Firmkandidaten, die einmal ganz anders vor sich ging. Nicht zuletzt vermittelte das runde Kirchenschiff eine Atmosphäre der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit. Dass bei der anschließenden Agape trotz beschränkter Räumlichkeiten die Kommunikation funktionierte, zeigte die sehr positive Stimmung bei den Besuchern.

Fastensuppenessen gehört schon zur Tradition. Wieder platzten die Räume fast aus den Nähten. Gemeinsames Essen und Trinken fördert die Gemeinschaft, neben den zahlreichen Spenden ist dies auch ein sehr positives Element dieser Veranstaltung. Ein herzliches Dankeschön an die Katholische Frauenbewegung unserer Pfarre, die für die Organisation hauptverantwortlich war.

Der Pfarrgemeinderat

wünscht allen ein gesegnetes Osterfest!

 

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters:

Für Ärzte und ihre Mitarbeiterinnen/Mitarbeite in Kriegsgebieten: Für Ärzte und deren humanitäre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Kriegsgebieten ihr Leben für andere riskieren.

Kirchenspatzen und ICH