Jugendmesse am 5.6.2016

Müttermesse am 7. Juni 2016

Pfarrsommerfest am 12. Juni 2016

Juni 2016

Liebe Pfarrgemeinde!

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit wird am Ende des Kirchenjahres durch die Schließung der Heiligen Pforten beendet. Ich selbst durfte in Lourdes mit vielen Pilgern aus dem Malteserorden und seinen Hilfswerken aus aller Welt Anfang Mai eine eigens errichtete Pforte durchschreiten. Die Barmherzigkeit öffnet Türen zum Leben mit Christus.

Kaum zurückgekehrt galt es, das päpstliche Schreiben „ Über die Freude der Liebe“, das in Buchform vorliegt, zu lesen. Und wieder lese ich ständig von Liebe und Barmherzigkeit. Die Bischofssynode hat sich mit Fragen der Ehe und Familie beschäftigt. Papst Franziskus gab dem Schreiben den Untertitel „Das apostolische Schreiben für die Familien“. Es wird also nicht über etwas geschrieben, sondern „für“ jemanden, nämlich die Familien.

In diesem Schreiben wird die Realität heutigen Lebens eingeholt mit all den schönen aber auch schwierigen Situationen des Familienlebens. Über allem steht die Begleitung durch die Kirche in Sensibilität und Barmherzigkeit. Mit der Eheschließung ist kein „fertiges Produkt“ gegeben, sondern der Beginn gemeinsamen Lebens.

Nicht nur die Seelsorger, sondern auch die Pfarrgemeinde ist aufgefordert, Ehepaare mit zu begleiten in ihrem gemeinsamen Leben.

Wo Brüche, Enttäuschung und Zerbrechlichkeit den gemeinsamen Weg säumen, sollen wir mit Verständnis und Barmherzigkeit handeln. Wenn der Papst das Handeln Jesu in diesem Werk nachzeichnet, dann als Handlungsanleitung für uns heute – Jesus Christus ist der Maßstab, und dieser Maßstab ist nicht Verurteilung, sondern Barmherzigkeit.

So wird wohl das Jahr der Barmherzigkeit seine Fortführung im Alltag die Bewährungsprobe haben.

Ich empfehle dieses päpstliche Schreiben, es ist leicht lesbar und von der tiefen Sorge um die Familien geprägt.

 

Mit herzlichem Gruß,

P. Albin Scheuch

Pfarrmoderator

 

Hl. Antonius von Padua

Antonius entstammte einer portugiesischen Adelsfamilie. Mit 15 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr. Er studierte in Lissabon und Coimbra und empfing die Priesterweihe. 1220 trat er zu den Franziskanern über und nahm den Namen des spätantiken Wüstenvaters Antonius Eremita an, des Patrons der Kirche, an der die Franziskanergemeinschaft in Coimbra tätig war. Nach dem Vorbild der Anfang 1220 in Marrakesch hingerichteten Protomärtyrer des Franziskanerordens zog Antonius als Missionar nach Marokko, um ebenfalls das Martyrium zu finden. Wegen einer Krankheit musste er Afrika aber wieder verlassen und wurde durch einen Sturm nach Sizilien verschlagen. Eine Zeitlang lebte er als Einsiedler bei Assisi und nahm 1221 am Generalkapitel der Franziskaner teil, wo er den Ordensgründer Franz von Assisi kennen lernte. Antonius fiel durch seine außergewöhnliche Redebegabung auf. Daher wurde er im Herbst 1223 beauftragt, in der Romagna zu predigen, die zu dieser Zeit von politischen Unruhen erschüttert wurde und aus kirchlicher Sicht durch die Ausbreitung der vom katholischen Glauben abweichenden Glaubensrichtungen der Katharer und Waldenser bedroht war.

In einem an Antonius gerichteten Schriftstück, dessen Text überliefert ist und das wahrscheinlich um die Jahreswende 1223/1224 entstand, nannte Franziskus ihn anerkennend „meinen Bischof“ (episcopo meo) und erlaubte ihm, den Brüdern theologische Vorlesungen zu halten, „wenn du nur nicht durch dieses Studium den Geist des Gebetes und der Hingabe auslöschest“. Etwa ein Jahr lang hielt sich Antonius an der Universität Bologna auf, wo er als Lektor der Theologie für die Franziskaner tätig war, bevor er 1225 nach Südfrankreich zog, um auch dort den Albigensern zu predigen. Wohl um das Jahr 1227 kehrte er nach Oberitalien zurück, wo er als Ordensoberer, Studienleiter und Bußprediger wirkte. Er galt schon zu Lebzeiten als bedeutendster Prediger seiner Zeit.

Von seinen zahlreichen Aufgaben und Reisen erschöpft, zog er sich 1230 von seinen Ämtern zurück. Nach Ostern 1231 unternahm er noch einmal eine Predigtreise nach Padua und verbrachte die letzten Wochen seines Lebens in der Einsiedelei Camposanpiero.

Er starb am 13. Juni 1231 auf dem Rückweg in das nahe gelegene Padua.

 

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters:

  • Für die Älteren und für die am Rande Stehenden - für Orte der Begegnung und der Unterstützung
  • Für die Seminaristen und die jungen Ordensleute - um Freude und ganzheitliches Wachstum