November 2026
Schwestern und Brüder,
der November beginnt mit zwei ganz wichtigen Festen: zunächst werden wir an die grosse Gemeinschaft der Heiligen erinnert, die uns vorausgegangen sind.
Allerheiligen ehrt aber nicht nur die grosse Schar der Apostel, Märtyrer, Jungfrauen und Bekenner, sondern ermutigt uns auch ganz persönlich, auf dem Weg eigenen Heiligung, die dann einmal zur Heiligkeit werden soll, voranzuschreiten.
Dabei ist es hilfreich, und manchmal auch beruhigend, dass auch ganz viele Heilige ihr Leben als einen Weg zur Heiligkeit sahen. Dass sie nicht von Geburt an der Welt entrückte, fehlerfreie und fest im Glauben verwurzelt waren. Sondern dass oft auch Niederlagen, Scheitern und das Erleben tiefster geistiger Dunkelheit diesen Weg geprägt haben.
Eng verbunden mit dem Fest Allerheiligen ist seit Jahrhunderten das Fest Allerseelen.
An diesem Tag sollte und soll der Verstorbenen, der uns bereits Vorausgegangenen, in besonderer Weise gedacht werden.
Mit Messen, Gebeten und dem Besuch von Gräbern und Friedhöfen sollte der bleibende Auftrag des Gebetes für die Verstorbenen erfüllt werden - im Wissen darum, dass die in Gottes Herrlichkeit schon „vollendeten“ Verstorbenen auf ihre Weise für uns, die wir noch „auf dem Weg“ zur ewigen Heimat sind, Gebet und Fürsprache einlegen.
In verschiedenen Kulturen der Welt sind rund um diese Tage zahlreiche Traditionen und Bräuche entstanden, die teils noch vorchristliche Elemente aufweisen: man denke nur an die ursprünglich keltischen Wurzeln von „Halloween“ oder an die indigenen Vorstellungen, welche gerade in Mexiko und Mittelamerika rund um Allerseelen, die „Dia de los Muertos“, zum Ausdruck kommen.
Im November starten wir wie jedes Jahr mit den Vorbereitungen für Erstkommunion und Firmung.
Auch hier bin ich dankbar, dass sich so engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, um Kinder und Jugendliche auf diesem Weg zu begleiten.
Gleichzeitig möchte ich aber auch ermutigen und einladen, sich auf die ein oder andere Weise in unserer Pfarre mit ihren vielfältigen Angeboten einzubringen.
Unser Pfarrleben hängt ganz wesentlich von dem Engagement vieler Ehrenamtlicher ab. Das gilt heute - und das gilt auch in Zukunft. Daher nochmal meine Bitte, sich an dieser Zukunft zu beteiligen.
Mein Appell richtet sich in diesen Monaten besonders auch an alle, die sich vorstellen können, in den beratenden Gremien unserer Pfarre, in Pfarrgemeinderat und Wirtschaftsrat mitzuwirken.
Im März wählen wir in ganz Österreich neue Pfarrgemeinderäte. Vielleicht könnte sich der ein oder andere ja vorstellen, auf diese Weise auch in Zukunft Kirche vor Ort lebendig zu erhalten und zu gestalten.
Unser Wunsch ist es, dass wir auch weiterhin für viele Menschen ein Stück weit Heimat sein können und werden.
Gottes Segen und herzliche Grüsse,
PfVik Mag. Mark Eylitz
Aus dem Pfarrgemeinderat November 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Der Monat beginnt mit dem Hochfest Allerheiligen. Wir sind mit allen Heiligen zur Gemeinschaft der Kirche verbunden. Sie können uns Vorbild und Fürsprecher sein. Das Fest wurde im Jahr 835 von Papst Gregor IV. eingeführt und wird seither in den westlichen Kirchen am 1. November gefeiert. Das Totengedenken und die Friedhofsbesuche finden bei vielen Menschen schon am Allerheiligentag statt, da der Allerseelentag kein Feiertag ist. Er wird jedoch in unserer Pfarre am Abend mit Friedhofsgang und Gedenkgottesdienst feierlich begangen.
Am 11. November feiern wir das Fest unseres Kirchenpatrons, des Heiligen Martin. Am Sonntag davor, am 8. November findet in unserer Kirche um 10:00 eine Festmesse für den gesamten Pfarrverband statt. (Zur Erinnerung: Zum Patrozinium 2024 war unser heutiger Erzbischof Josef Grünwidl Gast in unserer Pfarre.)
Anschließend gibt es im Pfarrsaal ein gemütliches Beisammensein mit Mittagessen.
Der Sonntagsgottesdienst am 15. November erinnert uns an den Heiligen Leopold, unseren Landespatron.
Die Heilige Elisabeth von Thüringen, deren Gedenktag wir am 19. November begehen, ist zum Inbegriff des barmherzigen und caritativen Menschen geworden. Die berühmteste Legende rund um die Heilige ist das sogenannte „Rosenwunder“. In Ausübung ihrer Mildtätigkeit für die Armen waren bei der Kontrolle durch ihren Ehemann aus Brotlaiben in ihrem Korb Rosenblätter geworden. Die Heilige starb im Jahr 1234 mit 24 Jahren und ist Patronin von Thüringen und Hessen. Darüber hinaus ist sie Schutzpatronin vieler Caritas-Vereinigungen, der Sozialarbeiter, der Kranken und Notleidenden.
Der herbstliche November bietet also reichlich Gelegenheit für besinnliche Stunden.
Der Pfarrgemeinderat.
Gebetsanliegen des Heiligen Vaters:
- Für den rechten Gebrauch des Reichtums: Wir beten um einen rechten Gebrauch des Reichtums, der nicht der Versuchung des Egoismus erliegt und sich immer in den Dienst des Gemeinwohls und der Solidarität mit denen stellt, die weniger haben.
Oktober 2026
Liebe Schwestern und Brüder!
Haben Sie einen Rosenkranz daheim? Vielleicht sogar mehrere? Beten Sie ihn regelmäßig? Oder verstaubt er vielleicht irgendwo unter den Erinnerungsstücken an die Großmutter im Kasten?
Vielleicht mag der ein oder andere jetzt auch einwenden, dass er keinen Zugang zu dieser Form des Gebets finden kann. Und tatsächlich: in mancher Kirche wirkt die Art und Weise, wie dieses schöne und alte Gebet „heruntergeleiert“ wird, nicht gerade einladend, und schon gar nicht geistig aufbauend.
Im Monat Oktober, den die Kirche traditionell mit dem Gebet des Rosenkranzes in Verbindung gebracht hat, möchte ich Sie dennoch einladen, wieder die Schönheit dieses Gebetes zu entdecken.
Viel Geld und Entwicklung wird in die Entwicklung immer neuer Apps und Methoden zur „Meditation“ verwendet: ein Blick in YouTube oder in jede beliebige Musik-App bestätigt das.
Dabei haben wir mit dem Rosenkranz eigentlich eine ideale Form, uns in jene geistige Ruhe und Gelassenheit zu versetzen, die uns immer wieder neu „aus den Quellen“ schöpfen lässt.
Darüber hinaus ist der Rosenkranz eine Form des Gebets, die alle großen „Grundgebete“ unseres Glaubens vereint: Vom Glaubensbekenntnis über das Vaterunser bis zum Ave Maria und dem „Ehre…“, der Ehrung der Dreifaltigkeit, können wir hier die Schätze unseres Glaubens intensiv beten.
Gleichzeitig laden uns die „Geheimnisse“ des Rosenkranzes ein, Jesus Christus auf seinem Weg von der Verkündigung durch den Engel an Maria bis zur Krönung der Gottesmutter durch ihren Sohn zu betrachten. Ihm nachzufolgen. Immer wieder neu, oft auch abhängig von unserer ganz konkreten Lebenssituation, werden wir so Antworten auf unsere Fragen finden.
Und wir sind dabei nicht allein: viele Heilige haben uns ausdrücklich dieses Gebet des Rosenkranzes empfohlen, es als Unterstützung ihres eigenen Weges erfahren.
Und Gebet ist etwas, was unsere Zeit, wie jede andere auch, dringend benötigt.
Die Konflikte und Spannungen auf der Welt scheinen uns oft zu überwältigen. Aber als Christen, die in der Hoffnung auf die Auferstehung leben, im Wissen darum, dass Jesus unser aller Kreuz getragen hat, dürfen wir auch nicht in Fatalismus und Apokalyptik versinken. Die Weltgeschichte zeigt, dass es weit schwierigere Zeiten als die unsere gab. Auch das sollte öfters gesagt werden, auch wenn es keine schnellen Schlagzeilen produziert.
Bleiben wir also zuversichtlich und froh, getragen von dem Glauben, den Maria, die Königin des Rosenkranzes gelebt und weitergegeben hat.
Gottes Segen,
Pfarrvikar Mag. Mark Eylitz
Aus dem Pfarrgemeinderat Oktober 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Der Oktober stellt uns den heiligen Franziskus von Assisi vor, an dessen Todestag vor 800 Jahren wir erinnert werden. Bezüglich seines Lebens und Wirkens zählt Franziskus zu den am besten dokumentierten Persönlichkeiten. Er wird 1182 als Sohn der reichen italienischen Tuchhändlerfamilie Bernardone in Assisi, einer aufstrebenden Handelsstadt, geboren. Dem guten Leben im Überfluss ist er durchaus zugetan und träumt davon, Ritter zu werden. Nach einer inneren Krise und der Frage nach dem eigentlichen Sinn des Lebens verlässt er schließlich die Welt seiner Eltern und verzichtet sogar auf sein Erbe. Er verachtet nicht das Geld, sondern spürt, dass ihn Besitz festhält und an der Freiheit hindert. Er schart Gleichgesinnte um sich, die als sogenannte Minderbrüder wie er nach dem Vorbild Christi leben. In wenigen Jahren breitet sich der Orden der Franziskaner über weite Gebiete Italiens aus. Innerhalb der Liste von Gebetstexten und Meditationen, die Franziskus verfasst hat, nimmt der Sonnengesang eine bedeutende Stellung ein. Franziskus stirbt 44-jährig, halb blind und von Krankheit gezeichnet, am 3. Oktober 1226. Bereits am 16. Juli 1228 wird er von Papst Gregor IX heilig gesprochen.
Von vielen Menschen, auch solchen, die nicht mit der Kirche in Verbindung stehen, wird Franziskus eher nur als sanfter Freund der Tiere, sympathisch, freundlich und naturverbunden, gesehen. Die radikale Botschaft, die Franziskus aber durch sein Leben vermittelt hat, wird dabei ausgeklammert. Vielleicht ist der Grund darin zu finden, dass seine freiwillig gelebte Armut aus der Bequemlichkeit der sicheren historischen Distanz gesehen wird.
Ein Gedanke, der für uns auch nach 800 Jahren noch Gültigkeit hat, ist das „Loslassen Können“ von allzu vielen irdischen Werten nicht als Mangel zu sehen sondern als Gewinn an Freiheit.
Der Pfarrgemeinderat
Gebetsanliegen des Heiligen Vaters:
- Für die Pastoral der mentalen Gesundheit: Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, sodass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

