Mai 2020

Liebe Pfarrgemeinde!

„Eine neue Normalität“, so heißt es seitens der Regierung, die nun beginnen soll. Dazu gehören auch die Kirchen, die behutsam wieder auf Normalbetrieb umstellen. Vielen ging der Messbesuch und das aktive Mitgestalten in unserer Pfarre ab. Auch mir war nicht immer wohl in dieser Situation; und doch habe ich täglich die Eucharistie gefeiert. Immer wieder auch für unsere Pfarre und für verschiedene Anliegen in dieser Zeit.

In den letzten beiden Monaten konnte das Hl. Grab und der Turmschmuck renoviert werden – so ist für alle sichtbar, dass doch auch etwas Praktisches geschehen ist, das überdauern wird.

Für die Zeit bis zum Sommer habe ich eine Übergangslösung bei den Gottesdienstzeiten vorgeschlagen und hoffe, dass sie angenommen wird.

Was aber können wir aus einer solchen Situation lernen, die leider sehr einmalig war und ist? Als Pfarre sollten wir miteinander aufeinander schauen und achten. Das Gebet ist nicht allein für den Kirchenraum bestimmt, sondern soll auch im Alltag seinen Platz finden; in und mit der Familie zu beten.

Die Kirche in ihren Anfängen war eine Hauskirche, das bedeutete, dass die Christen sich in einem Haus getroffen haben, um die Eucharistie zu feiern, den Tod und die Auferstehung Christi zu feiern. Als die Zahl der Gläubigen anwuchs, kam man in größeren Gebäuden, den so genannten Basiliken zusammen, das waren die angemieteten Markthallen. Nach und nach entstanden Kirchengebäude.

Paulus schreibt, dass wir die lebendigen Steine des Hauses sind und Christus selbst der Schlussstein ist.

So freue ich mich, dass wir als lebendige Steine wieder Kirche in Gemeinschaft sein können. Dass nach und nach die verschiedenen Gruppen das Pfarrhaus wieder nutzen können für ihre Treffen, dass die Feiern der Erstkommunion und die Firmung im Herbst stattfinden können.

Ich wünsche allen eine gesegnete Zeit der „neuen Normalität“.

 

Mit herzlichem Gruß,

Albin Scheuch

Pfarrmoderator

Feldmesse beim Gottschykreuz