Aus dem Pfarrgemeinderat Oktober 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Der Oktober stellt uns den heiligen Franziskus von Assisi vor, an dessen Todestag vor 800 Jahren wir erinnert werden. Bezüglich seines Lebens und Wirkens zählt Franziskus zu den am besten dokumentierten Persönlichkeiten. Er wird 1182 als Sohn der reichen italienischen Tuchhändlerfamilie Bernardone in Assisi, einer aufstrebenden Handelsstadt, geboren. Dem guten Leben im Überfluss ist er durchaus zugetan und träumt davon, Ritter zu werden. Nach einer inneren Krise und der Frage nach dem eigentlichen Sinn des Lebens verlässt er schließlich die Welt seiner Eltern und verzichtet sogar auf sein Erbe. Er verachtet nicht das Geld, sondern spürt, dass ihn Besitz festhält und an der Freiheit hindert. Er schart Gleichgesinnte um sich, die als sogenannte Minderbrüder wie er nach dem Vorbild Christi leben. In wenigen Jahren breitet sich der Orden der Franziskaner über weite Gebiete Italiens aus. Innerhalb der Liste von Gebetstexten und Meditationen, die Franziskus verfasst hat, nimmt der Sonnengesang eine bedeutende Stellung ein. Franziskus stirbt 44-jährig, halb blind und von Krankheit gezeichnet, am 3. Oktober 1226. Bereits am 16. Juli 1228 wird er von Papst Gregor IX heilig gesprochen.
Von vielen Menschen, auch solchen, die nicht mit der Kirche in Verbindung stehen, wird Franziskus eher nur als sanfter Freund der Tiere, sympathisch, freundlich und naturverbunden, gesehen. Die radikale Botschaft, die Franziskus aber durch sein Leben vermittelt hat, wird dabei ausgeklammert. Vielleicht ist der Grund darin zu finden, dass seine freiwillig gelebte Armut aus der Bequemlichkeit der sicheren historischen Distanz gesehen wird.
Ein Gedanke, der für uns auch nach 800 Jahren noch Gültigkeit hat, ist das „Loslassen Können“ von allzu vielen irdischen Werten nicht als Mangel zu sehen sondern als Gewinn an Freiheit.
Der Pfarrgemeinderat
Gebetsanliegen des Heiligen Vaters:
- Für die Pastoral der mentalen Gesundheit: Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, sodass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.