September 2020

Liebe Pfarrgemeinde!

Von März an bis Ende August hat sich unser Pfarrleben gänzlich verändert. Kaum eine äußere Stabilität, die uns halten konnte. Wir mussten Termine absagen, konnten zu Feiertagen und auch sonst im Pfarrhof  oder in der Kirche nicht als Pfarrgemeinde zusammenkommen, waren auf die Medien angewiesen, die uns die Botschaft des Glaubens in die Herzen brachte. Auch der sonntägliche Gottesdienst musste zu einer anderen Uhrzeit als üblich beginnen.

Der Begriff „Seelsorgeraum“ hat überraschender Weise sehr schnell Einzug gehalten im Zusammenwirken.

Nun beginnt ein neues Semester und wir wissen nicht um die Beständigkeit der uns gegebenen Zeit. Wie wird der Schulbesuch und das wirtschaftliche Leben beeinflusst werden? Wie wird das pastorale Leben gestaltet werden können?

Ich habe keine Furcht vor der Zukunft, denn diese gestalten wir selber.

Vielleicht wird es Einschränkungen geben – vielleicht aber werden wir als Kirche herausgefordert, unsere Traditionen, das Brauchtum und die Gepflogenheiten zu überdenken und neu zu gestalten. Ich sehe da, auch wenn ich gerne der Tradition verbunden bin, neues Potential für die Zukunft.

Was will uns Gott durch diese Phase der Geschichte zeigen und sagen?

Jede Zeit der Kirche hatte bestimmte Herausforderungen zu bestehen und kam immer wieder gestärkt aus ihnen hervor. So bitte ich herzlich und vom Glauben her, lassen wir uns ein auf neue Situationen – als Gemeinschaft der Pfarre und als Seelsorgeraum.

 

Mit herzlichem Gruß,

Albin Scheuch

Pfarrmoderator