November 2019

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Text „Von guten Mächten treu und still umgeben“ von Dietrich Bonhoeffer ist uns als Lied wohlbekannt. Dass dieser Text im Angesicht des Todes formuliert wurde, gibt dem Inhalt eine starke Dramatik.

Mit gläubiger Gewissheit, dass in Gott alles gut wird, hat er sein Leben in dessen Hände gelegt.

In der Kapelle des Allgemeinen Krankenhauses in Wien, die ich aufsuche, wenn ich Kranke besuche, fand ich im Schaukasten den unten stehenden Text, der auch von ihm stammt.

Im November, wo die Natur abstirbt, um im Frühjahr wieder zum Leben erweckt zu werden, gedenken wir unserer Verstorbenen. Die Liturgie der Kirche sagt: „Requiescat in pace“ (Er/Sie möge ruhen in Frieden). Ausruhen von den Mühen des Lebens, ruhen in Gottes Hand.

Wir Christen glauben an das Leben durch die tröstlichen Worte Jesu.

 

Wir treten aus dem Schatten bald in ein helles Licht.

Wir treten durch den Vorhang vor Gottes Angesicht.

Wir legen ab die Bürde, das müde Erdenkleid;

sind fertig mit den Sorgen und mit dem letzten Leid.

Wir treten aus dem Dunkel nun in ein helles Licht.

Warum wir’s Sterben nennen?

Ich weiß es nicht.

(Dietrich Bonhoeffer 1906-1945)

 

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen

 

Mit herzlichem Gruß,

Albin Scheuch

Pfarrmoderator