Mai 2019

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Monat Mai ist in der Kirche besonders Maria gewidmet. Verschiedene Titel wurden im Laufe der Theologiegeschichte Maria gegeben.

Im Jahre 322 entstand in der christologischen Auseinandersetzung, wer dieser Jesus sei, der Titel „Gottesgebärerin“ „Dei genitrix“. Das Konzil von Ephesos (431) bestätigte den Titel und wurde im Jahre 451 beim Konzil von Kalkedon nochmals bekräftigt. Dieser Titel ist auf Jesus Christus hin zu lesen.

Andere Titel lauten „Mutter Gottes“, „Mutter des Herrn“, „Mutter des Erlösers“.

Jede Generation hat sich in der Marienverehrung auch um die Frage bemüht, wer Maria sei. So entstand auch die schöne Lauretanische Litanei.

Friedrich von Hardenberg (Novalis) (1772-1801) formuliert:

Ich sehe dich in tausend Bildern,

Maria, lieblich ausgedrückt,

doch keins von allen kann dich schildern,

wie meine Seele dich erblickt.

Heute scheint die Hinwendung zur Mutter Jesu zu schwinden. In unseren Kirchen sind doch oftmals noch ein Marienbild oder eine Statue Mariens zu finden. Gelegentlich ist dies jedoch nur einer ästhetischen Gestaltung geschuldet und weniger der Verehrung.

Ich meine, dass wir mit Maria unseren Weg zu Jesus gehen dürfen, der von sich sagt:

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6).

Gute Marienverehrung führt hin zu Jesus. Maria sagt bei der Hochzeit zu Kana: „Was er euch sagt, das tut“ (Joh 2,5). Dieser geistliche Hinweis Marias möge uns im Marienmonat Mai begleiten.

Mit herzlichem Gruß,

P. Albin Scheuch

Pfarrmoderator