März 2019

Liebe Pfarrgemeinde!

Am Mittwoch, dem 6. März, beginnt die Fastenzeit. Diese ist kennzeichnet durch einen besonderen Ritus, der schon in der frühen Kirche gepflegt wurde: Das Auflegen des Aschenkreuzes. Ursprünglich wurde jenen, die eine schwere Sünde begangen haben, am Beginn der Fastenzeit Asche auf das Haupt gestreut – und so in den Büßerstand aufgenommen. Am Gründonnerstag wurden sie dann wieder mit der Kirche versöhnt und in die Gemeinschaft aufgenommen. Durch die aufkommende Ohrenbeichte verlor das im Leben einmalige Auflegen der Büßerasche an Bedeutung, blieb aber in der jährlichen Liturgie der Kirche erhalten.

40 Tage sind eine biblische Zeitspanne. Im Evangelium nach Matthäus heißt es: „Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt… Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger“ (Kap. 4,1-2).

Auch Mose war vierzig Tage auf dem Berg Sinai, aß und trank nichts (vgl. Ex 34,28).

Wenn wir also die vierzigtägige Fastenzeit begehen, verbinden wir uns als Christen mit Jesus Christus, um so immer tiefer in den Glauben hineinzuwachsen und eins zu werden mit Christus, der unser Heil will.

Das Heilfasten soll nicht nur dem körperlichen Wohlbefinden dienen, sondern auch dem geistlichen Heil dienen.

Ich wünsche allen eine gesegnete und heilvolle Fastenzeit.

 

Mit herzlichem Gruß,

P. Albin Scheuch

Pfarrmoderator