Dezember 2018

Liebe Pfarrgemeinde!

Die Sterne am Himmel faszinieren immer wieder! Früher hat man sich auf Reisen auch an den Sternen orientiert, um den Weg zu Wasser oder zu Land nicht zu verlieren, sondern sicher ans Ziel zu gelangen.

In der schönen Lauretanischen Litanei wird Maria als der Meeresstern gepriesen. Das Marienlied „Meerstern, ich dich grüße“ zeigt dieses Motiv wieder.

In den Krippen unserer Kirchen darf der Stern, der die Weisen aus den fernen Ländern führte, nicht fehlen. Ja, es fällt sogar auf, wenn er nicht vorhanden ist. Es handelt sich dabei nur um ein Detail, aber es gehört dazu – und strahlen sollte er im besten Fall.

Wer oder was führt uns hin zur Krippe? In der Vorbereitung auf Weihnachten begehen wir die Zeit des Advents. Vier Kerzen führen uns mit ihrem Licht hin zum Geschehen der Heiligen Nacht.

Besonders auch die stimmungsvollen Rorate-Messen mit den vielen Kerzen laden uns ein zur Besinnung und des Hingehens zur Krippe. Immer wieder sind es Lichter, die uns den Weg weisen. Über den Städten gibt es schon die „Lichtverschmutzung“, die uns den Sternenhimmel nicht mehr erkennen lassen. Deshalb sollten wir jenes Licht nicht übersehen, das uns führt.

Die Dichterin Christine Busta (1915-1987) fasst diesen Gedanken in die schönen Worte

Nachts erwachen und mit herrlichem Erschrecken

hell im Fenster einen Stern entdecken,

und um ihn die sichre Angst verlassen,

wie Kolumbus nach dem Steuer fassen,

und gehorsam wie aus Morgenland die Weisen

durch die Wüste in die Armut reisen,

und im Stern des Engels Antlitz schauen:

wie ein Hirt zu Betlehem vertrauen.

 

Ich wünsche allen eine gesegnete Zeit im Advent und ein gnadenreiches Weihnachtsfest.

 

Mit herzlichem Gruß,

P. Albin Scheuch

Pfarrmoderator