November 2018

Liebe Pfarrgemeinde!

Die messbare Zeit wurde vor kurzem umgestellt. Die Diskussion, ob in Zukunft die Uhren umgestellt werden sollen oder eine fixe Zeit bleiben möge, hält an. Bei Gott gibt es nicht die messbare Zeit, eine Einteilung in Jahre oder Jahrzehnte. Wir sprechen von der Ewigkeit als der nicht messbaren Zeit.

Im November gedenken wir der Verstorbenen und sehen uns gleichsam in beide Zeiten versetzt: Unsere endliche und die Ewigkeit, in der unsere Verstorbenen vorausgegangen sind.

„Wer in seine (Gottes) Ruhe eintritt, ruht aus von seinen Werken,

wie Gott von den seinen (am siebten Tag).“ (Hebräer 4,10/11)

Ausruhen dürfen von der Last des Lebens in der Ewigkeit Gottes, und so teilhaben dürfen an der Ruhe Gottes. Im Leben nehmen wir teil an der Schöpfung und formen diese weiter. Im Tod ruhen wir an der Seite Gottes.

Es ist ein schönes Bild des Lebens mit Gott.

Die Kirche spricht in ihrer heiligen Liturgie biblisch richtig vom Ausruhen und nicht vom tot sein oder leben, sondern eben vom Ruhen, wenn wir einen Menschen zur letzten Ruhe begleiten.

In einem Hymnus der Ostkirche heißt es:

„Gib den zu dir Entrückten den Anteil an dem Himmel und den Glanz der Heiligen, Herr. Du, mein Erretter, bist ganz leuchtendste Lieblichkeit, du bist unersättliche Liebe. Aus dem Strom der Wonne, aus der Flut der Vergebung lass die Entschlafenen trinken, die unaufhörlich dich preisen. Amen.“

 

Mit herzlichem Gruß,

P. Albin Scheuch

Pfarrmoderator