Juli und August 2018

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Sonntag ist „der Tag, den der HERR gemacht hat“ (Ps 118,24).

Im Bewusstsein der Christen wird der Sonntag der erste Tag der Woche – er ist der Tag der Auferstehung des HERRN. Er ist der Tag, an dem er seinen Jüngern und den anderen erscheint. An einem Sonntag schenkt er ihnen den verheißenen Heiligen Geist (Apg 2,1ff).

Von den ersten Gemeinden lesen wir schon, vor allem bei Apostel Paulus, dass sich die Christen am ersten Tag der Woche versammelten, um das Brot zu brechen und Geld zu sammeln für die Armen in Jerusalem (vgl. Apg 20,7). Es gab sicher noch kein einheitliches Feierritual, aber die Grundstruktur war den Gemeinden gegeben.

In der Zwölfapostellehre (um das Jahr 100) lesen wir:

„An jedem Herrentag versammelt euch, brecht das Brot und sagt Dank, indem ihr dazu eure Übertretungen bekennt, damit euer Opfer rein sei“ (14,1).

Für uns heute ist der Sonntag ein Tag der Erholung. Die Christen gehen in die Kirche und feiern den Gottesdienst. Es soll uns aber bewusst sein, dass wir den Glauben und die Feier der Eucharistie nicht aus uns heraus haben, sondern von der Urkirche her haben; diesen Ursprung dürfen wir nicht vergessen. Auf diese Weise reihen wir uns ein in die große Tradition und Praxis des Glaubens und des Feierns der sonntäglichen Eucharistie.

Indem ich nochmals allen danken möchte für die wertvolle Mitarbeit, verbleibe ich mit den besten Grüßen und Segenswünschen für eine gute Zeit im Sommer.

Mit herzlichem Gruß,

Albin Scheuch

Pfarrmoderator