Dezember 2017

Liebe Pfarrgemeinde!

Wir wissen es: Manches kommt auf uns zu in einem Jahr. Erfreuliches, Unerfreuliches, Trauriges und Hoffnungsfrohes. Vieles können wir selbst nicht steuern; manches erstreben wir und freuen uns – Vorfreude!

Die adventliche Zeit stimmt uns ein auf das Geburtsfest Jesu Christi.

Wenn die Kerzen am Adventkranz brennen, die Roratemessen so zeitig am Morgen gefeiert werden, vieles stimmig ist und vielleicht auch der erste zarte Schnee unser Land bedeckt, kann Besinnung einkehren.

Die Schriftstellerin Hildegard Nies fasst das zusammen mit guten Gedanken:

Nicht nur die Parolen der Lauten hören-

die Stimme des Herzens achten.

Nicht nur die Straßen der Vielen gehen-

den eigenen Weg wagen.

Nicht nur im Tempo der Anderen leben-

dem Rhythmus des Lebens folgen.

Nicht nur auf Sicherheit setzen-

der Hoffnung trauen.

Nicht nur am Vergangenen hängen-

der Zukunft Raum schaffen: Adventlich leben.

 

Advent und Weihnacht ist ein kleines und doch so großes Geschehen.

Gott kommt als Kind in unsere Welt, klein, ganz klein – und doch zeigt sich Gott so groß für unsere Welt.

Der Dichter Friedrich Hölderlin (1770-1843) bringt das schön ins Wort:

„Nicht umschlossen werden vom Größten,

sich umschließen lassen vom Kleinsten – das ist göttlich.“

Ich wünsche allen, auch im Namen der Pfarre, eine besinnliche Adventzeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest.

 

Mit herzlichem Gruß,

P. Albin Scheuch

Pfarrmoderator